Erste organisierte Blutabnahme zugunsten der CECS-Forschung in den Niederlanden.


Nach einem Züchtertreffen am 22. Oktober 2005, organisiert vom Niederländischen Border Terrier Klub (NBTC) um die Ergebnisse der Gesundheitsumfrage von 2004/2005 zu diskutieren , kam die Zusammenarbeit mit der Fakultät der Tiermedizin an der Univeristät von Ütrecht erst richtig voran.

Schon während dem Treffen wurde vom Genetic Counselling Services (G.C.S.), das Institut das die Umfrage geleitet hatte, auf dieser Zusammenarbeit gedrängt mittels den Schlussfolgerungen und Empfehlungen im Endbericht niedergelegt. Der Klubvorstand sagte diese Zusammenarbeit auf der Stelle zu.

Am
9. Februar 2006 wurde dann dieser Brief unter vielen Klubmitgleider per E-Mail verteilt mit anschliessend einem Artikel von Frau Drs. Quirine Stassen.

Es folgt ein Brief aus 'Ütrecht' wo zurzeit Wissenschaftliche Nachforschungen stattfinden in Sache CECS in der Hoffnung daß man dafür einen DNA-Test entwickeln kann. Der NBTC hat , wo möglich, seine Kooperation zugesagt und wir hoffen daß Sie dazu bereit sind am 18. Februar 2006, während der NBTC-Jaartrofee 2005 Schau Ihren Hunden eine Blutprobe abnehmen zu lassen. Es werden verschiedene Personen von der Fakultät da sein um Ihre Fragen zu beantworten, Blut abzunehmen, usw.
Im Namen des NBTC hoffe ich daß gleich viele Border Terrier da sein werden. Natürlich werden alle die von uns eingeladene Border Terrier und die angemelde Niederländische Champions schon da sein, aber vielleicht können Sie auch ihre andere/eigene Border Terrier mitnehmen. Wir hoffen daß die Besitzer von allen BorderTerrier die anwesend sein werden dazu bereit sind eine Blutprobe von den Hunden abnehmen zu lassen.

Elly Weijenborg-Weggemans, Vorsitzende des NBTC

Utrecht, 8-2-2006

Forschung nach Krampanfällen
bei Border Terriern.

Sehr geehrter Border Terrier-Besitzer,

Im Auftrag des Niederländischen Border Terrier Klub hat vor einiger Zeit eine Gesundheitsumfrage stattgefunden geleitet von Genetic Counselling Services.

Die Ergebnisse dieser Inventarisation zeigen daß mehr als 8% der Niederländischen Border Terrier neurologische Probleme hat. In nahezu allen Fällen betrifft es Epilepsie oder epileptiforme Symptome.

Wie Sie vielleicht schon wissen, untersucht man momentan an der Universität für Gesellschaftstiere (UKG) die Krampfanfälle bei Border Terriern. Diese Kondition wird gekennzeichnet von anfallsweise Muskelkrämpfe der Gliedmaßen, Hals und/oder Rücken.

Ahnenforschung hat erwiesen daß es in bestimmten Blutlinien öfter zu diesen Krampfanfällen kommt, woraus man schliessen dürfte kann daß es sich hier um eine vererbte Kondition handelt.

Umfassende klinische Untersuchungen der Patienten haben leider zu keine zugrunde liegende Ursache geführt.

Ziel der Forschung an der UKG ist erstens die Kondition zu beschreiben, dann die zurückliegende genetische Grundlage zu erforschen um letztendlich einen diagnostischen DNA-Test zu entwickeln.
Mit Hilfe eines DNA-Tests kann man
Trägertiere (Hunde die keine Symptome zeigen, aber doch die genetische Veränderung mit sich tragen) unterscheiden von genetisch gesunde Tiere.
Aufgrund dieses Befundes kann mann die Züchter beraten über bestimmte Verpaarungen, damit man v
orbeugen kann daß kranke Tiere zur Welt kommen.
Dies alles bedeutet NICHT daß Trägertiere, die möglicherweise andere, sehr wertvolle, genetische Eigenschaften haben von der Zucht ausgeschlossen werden müssen.
In anderen Rassen ist es möglich gewesen auf dieser Art und Weise vererbte Konditionen innerhalb einiger Generationen auszurotten.

Im Anfangsstadium der Forschungsarbeit ist es äußerst wichtig die Kondition sehr gut zu definiieren. Zu diesem Zweck hat man eine ausführliche Umfrage entwickelt ( hier klicken für die Umfrage) für Besitzer von Border Terriern mit Symptome des Nervensystems.

Der nächste Schritt ist das ausfindig machen der mögliche Mutation (Veränderung im genetischen Material) . Dazu wird das DNA (die Erbmasse der Border Terrier) untersucht.
Um die Mutation zu finden ist es notwendig
DNA von symptomatischen Hunden mit dem DNA von direkten Verwandten die keine Symptome aufweisen zu vergleichen. Später noch brauchen wir das DNA von gesunden Hunden aus gesunden Familien.

Aus dem Obenstehendem wird klar geworden sein daß wir genetisches Material sammeln wollen von kranken Tieren, deren direkten Verwandten und von Border Terriern stammend aus Familien wo es keine Krampfanfälle gibt.
Nur einige Milliliter Blut reichen durchaus um dieses Material isolieren zu können.

Hiermit möchten wir um Ihre Mitarbeit bei unserer Forschungsarbeit bitten mittels eine Blutprobe Ihres Hundes und das ausfüllen der Umfrage.
Während der NBTC Jaartrofee 2005-Schau werden einige Mitglieder unseres Teams anwesend sein um Ihre Fragen zu beantworten oder bei uns ein Umfrageformular abzuholen. Auch wird es möglich sein an Ort und Stelle eine Blutprobe abnehmen zu lassen.
Wenn Sie das machen wollen, würden Sie so freundlich sein eine
Kopie der Ahnentafel für uns mitzubringen?

Im Interesse der Gesundheit der Rasse wird Ihre Mitarbeit auch vom NBTC sehr geschätzt. Wir hoffen Sie begrüßen zu können am NBTC Jaartrofee2005-Schau, der am 18. Februar 2006 stattfinden wird in Kerk-Avezaath.

Mit freundlichen Grüßen,

im Namen des Forschungsteams,

Drs. Quirine Stassen, Tierärztin/ Forschung Neurologie
Universitätsklinik für Gesellschaftstiere
Fakultät Veterinärmedizin
Universität Ütrecht
Postfach 80.154
3508 TD Ütrecht

Q.E.M.Stassen@vet.uu.nl

Tel. 0031-30-2537561 of 0031-30-2539411 (Rezeption)

Blutabnahme während der NBTC Jaartrofee 2005-Schau

Für diese Veranstaltung werden alle Border Terrier eingeladen die im Vorjahr auf Niederländischen Ausstellungen ein CAC oder Reserve CAC gewonnen haben.
Nicht alle Hunden erscheinen tatsächlich um unter einander auszumachen wer die
NBTC Jahrestrophäe mit nach Hause nehmen darf, denn verschiedene eingeladene Hunde befinden sich im Ausland und auch welche in den Niederlanden wohnhaften Bordersind nicht in der Lage Teil zu nehmen.

In 2006 wurden insgesamt 39 Border Terrier eingeladen, wovon 10 absent, und für die alljährliche Veteranenschauen wurden 10 Hunde gemeldet. Von diesen Hunden war nur eine Hündin nicht da.

Das Ergebnis der Blutabnahme kann man nur sehr erfolgreich nennen: an Ort und Stelle wurde von Frau. Drs. Quirine Stassen's Team von 47 Hunden eine Blutprobe abgenommen zugunsten der CECS-Forschung!!!

Züchterin Frau E.M. Bos brachte die totale Anzahl auf 65, da sie von 18 bei ihr in der Umgebung wohnhafte Bordern Blutproben hatte abnehmen lassen und diese mitbrachte am 18. Februar!!

Einen besseren Anfang hätte man sich in Ütrecht nicht wünschen können und man erhoftt sich denn auch noch bessere Ergebnisse bei möglichen nächsten Veranstaltungen!!!