Update 2004 - CECS in Dänemark
Paul Rasmussen

In unserer Vierteljahresschrift 'Border Posten' no. 32 (Dezember 2004) erschien von meiner Hand ein Artikel über die Lage der Dinge in Sache CECS in Dänemark. Es folgt eine kurze Zusammenfassung:

In der Juni-Ausgabe wurde die Forschung an der Universität Ütrecht (NL) erwähnt. Auf der ersten Seite unserer Website www.border-terrier.dk befindet sich jetzt ein Link zur online Umfrage www.vet.uu.nl/site/viavet/html/enquete_cecs die vom Team der Universität Ütrecht entwickelt wurde. Ein jeder der unser Rundschreiben bekommt wurde mittels einem E-mail hierüber informiert.

Einer der Besitzer, dessen Border Terrier auf der offenen Liste zu finden ist, hat einen Tierartzt der viel Interesse an CECS zeigt. Er rief mich in September an. Er kennt wenigsten zwei Border Terrier die an der Kondition erkrankt sind und hält es für sehr wichtig wenn einer seiner Kollegen sich mal etwas mehr in die ganze Sache vertiefen würde.

Er brachte das Thema zur Sprache während einer beschlossenen Konferenz am 7.- 9. September wo ein amerikanischer und ein dänischer Facharzt u.a. neurologische Konditionen erörteten. Der Tierartzt schlug vor daß einer seinen Kollegen dem Problem CECS etwas mehr Aufmerksamkeit widmen würde. Leider blieb dieser Vorschlag ergebnislos .....

Bezüglich einer eventuellen Forschungsarbeit reichten wir einen offiziellen Antrag ein beim Vorstand des DTK (Dänischer Terrier Klub). Wir baten die Mitglieder des Vorstandes Studenten am Royal Veterinary and Agricultural University (KVL) CECS als Gesundheitsproblem untersuchen zu lassen. KVL is der einzige dänische Universität spezialisiert in Landwirtschaft und Veterinärmedizin.

In Oktober wandte sich eine Studentin der KVL an mich weil sie etwas mehr Informationen über CECS haben möchte. Ich schickte ihr die Nummer 29 und 30 der Border Posten und ein paar Links. Sie zeigte sich sehr interessiert an der Sache und hatte sich ein Studium, das nur 14 Wochen dauern sollte, gründlich überlegt. Auch hatte sie alles durchgesprochen mit verschiedenen Dozenten. Ein wenig beunruhigt war sie aber über die Tatsache daß in Dänemark noch so wenige Fälle bekannt sind, dies würde es unmöglich machen irgend etwas von statistischer Bedeutung entdecken zu können.

Ende November nam sie wieder Kontakt zu mir auf and erklärte ausführlich warum sie CECS nicht als Thema ihres Projektes verwenden könne. Sie hatte mit verschiedenen Personen am KVL gesprochen und das Urteil war, kurz gefaßt: das Thema wäre viel zu umfassend um innerhalb 14 Wochen zu erörtern - vor allem wenn man denkt an den mangelnden Kenntnisse über CECS, insbesondere wo es Elementarbegriffe wie Ursachen und Entwicklung des Krankheitverlaufes betrifft. Weiterhin mangelte es diesem Institut an Zeit um eine derartige Forschungsarbeit zu machen. Die vor kurzem entwickelte online Umfrage dürfte aber ein ganz gutes Ausgangspunkt sein.

Sie wandte sich auch noch an ein anderes Institut um herauszufinden ob es da vielleicht Möglichkeiten gäbe eine genetische Forschungsarbeit zu machen. Man zeigte zwar einiges Interesse, doch leider stellte sich heraus daß auch auf diesem Gebiet 14 Wochen zu wenig wären für eine gut untermauerte Arbeit. Man bräuchte einfach mehr Elementarkenntnisse um somit Hunde testen zu können und 'positive' Hunde auf genetischen Ähnlichkeiten vergleichen zu können.

Sie bedauerte es sehr nicht näher auf dieses Thema eingehen zu können. Sie findet das Thema sehr faszinierend und hofft daß Forschungsarbeit stattfinden wird damit symptomatische Hunde richtig behandelt werden können und daß es möglich wird 'positive" Hunden von der Zucht auszuschließen.

Also diesmal leider nicht viele Neuigkeiten. Aber wir werden Sie sicher von allen relevanten Entwicklungen benachrichtigen im Border Terrier Posten und auf www.border-terrier.dk.