CECS
(Canine Epileptoid Cramping Syndrome)
- ein Update.

Erica Jabroer-ter Lüün, 'de Border Terrier', no. 6, 2004

Das Jahr 2004 geht zu Ende und ich möchte Sie informieren über die Entwicklungen die in diesem Jahr stattgefunden haben.

Zum Glück gibt es viel positives zu melden, obwohl man noch immer erst am Anfang der Suche nach den Ursachen der Kondition steht.

Fangen wir mit der letzten Entwicklung an:m maar meteen maar met de laatste ontwikkeling te beginnen:
An der
Universität Ütrecht wurde eine Umfrage entwickelt die man auch online ausfüllen kann: http://www.vet.uu.nl/site/viavet/html/enquete_cecs. Auch können Sie diesen Link finden auf Diana Plange's Website - www.borderterrier.de.

Die Umfrage is der erste Anlauf zu einer umfangreichen Suche nach möglich für CECS verantwortlichen Mutationen. Letztendlich möchte man einen DNA-Test entwickeln der es ermöglichen würde kranke Tieren zu differentieren von Trägern und 'freien' Hunden.

Das Forschungsteam steht unter der Leitung von Prof.Dr.J. Rothuizen.
Drs. Q.E.M. Stassen, Tierarzt für Interne Veterinärmedizin an der Hauptabteilung Medizin für Gesellschaftstiere, und Drs. G.J. Bok, Student für Veterinärmedizin werden den größten Teil der tatsächlichen Arbeit auf sich nehmen.

Früher in diesem Jahr war aber schon einiges passiert: schon Mitte 2003 sagte mir Prof.Dr. J. Rothuizen zu daß man in September jemanden anstellen würde um CECS und die mögliche genetische Hintergründen zu erforschen. Lange hörte ich aber überhaupt nichts mehr .....

Anfang Januar dieses Jahres schien sich allerhand zu überstürzen, so sehr daß wir das Gefühl hatten dieses Jahr dürfte es einen 'Durchbruch' geben.

Allererst trat Steve Dean, Tierartzt, Border Terrier-Züchter und -Richter, Anfang Februar mit mir in Kontakt, anläßlich der CD-Roms, die ich ihm auf seinem Wunsch geschickt hatte. Er zeigte sich sehr beeindruckt und sagte mir alles zu tun auch die britischen Züchter davon zu überzeugen daß es sich sehr warscheinlich um ein ernst zu nehmen Problem handelt.

Und Steve hat sein Versprechen eingehalten: während der Generalversammlung des Southern Border Terrier Club in März sorgte er dafür daß es eine durchgehende Präsentation der CD-Roms gab und führte auch das Wort über die Kondition.

Er erzählte daß er glaubt an einer genetisch bedingten neurologischen Kondition und daß er Kontakt aufnehmen würde mit mehreren bekannten Neurologen. Weiterhin benachdruckte er daß die Züchter nicht mit erkrankten Hunden züchten sollten oder mit den Wurfgeschwistern und mit Tieren die in einem oder mehr Würfe symptomatische Nachkommen hatten. Er riet die Züchter: Versuchen Sie sich so gut wie möglich zu informieren über die Blutlinien in denen die Kondition am meisten vorkommt und versuche davon 'weg' zu züchten .....

Leider gaben mich im gleichen Monat sowohl Frau Joke Miedema als Frau Karin Holsbeek zu erkennen daß sie die Zusammenarbeit mit mir nicht länger fortsetzen möchten.

Auch in den Niederlanden hatte sich inzwischen einiges in Gang gesetzt. Ende Januar erhielt ich eine Nachricht von Diana Plange daß sich etwas tun würde während 'de Voorjaarsdagen', ein internationaler Veterinär-Kongress in April. Eine Nachricht von drs. Maurice Zandvliet, Mitarbeiter von Prof. Rothuizen, bestätigte daß es während dem Kongress eine offizielle Präsentation der Kondition geben würde.

Ende März kam dann endlich die Nachtricht worauf ich schon seit Juni 2003 gewartet hatte. Drs. Quirine Stassen schrieb u.a.:

Mittlerweilen fanden Gespräche statt zwischen Prof. Rothuizen, unserem Neurologen, Dr. van Nes, unserem Genetiker Dr. Leegwater und mich. Daraus ergab sich daß wir in den kommenden Jahren die Ursachen von CECS erforschen möchten.

Das Endziel wäre die verantwortliche Mutation zu finden und anschließend einen DNA-Test zu entwickeln, womit Trägertiere ausfindig gemacht werden können. Aufgrund dieses Tests wäre es dan möglich Züchter zu beraten bei gewissen Kombinationen der Elterntieren. Das muß übrigens nicht heißen daß man mit Trägertieren nicht mehr züchten kann. In anderen Rassen mit genetischen Konditionen war es durchaus möglich innerhalb von ein paar Generationen die Kondition komplett auszurotten.

Im Anfangsstadium der Forschungsarbeit ist es sehr wichtig den Phenotyp gut zu definieren, u.a. um zu vermeiden daß Hunden mit 'normalen' Epilepsie in die Gruppe von Hunden erkrankt an CECS aufgenommen werden.

Zu diesem Zweck wird im Moment an einer Umfrage gearbeitet.
Dann ist
Ahnentafelforschung notwendig um somit Familien wobei die Kondition vielfach vorkommt ausfindig zu machen. Von solchen Familien möchten wir möglichst viele Blutproben sammeln, nicht nur von erkrankten Hunden sondern auch von direkt Verwandten (Wurfgeschwister und Elterntiere). Mit Hilfe einer Technik die 'genome wide screening with polymorphic markers' genannt wird hoffen wir das Chromosom und die Stelle der Mutation auf dem Cromosom zu fnden.

Letztens bräuchten wir Blutproben von erkrankten Hunden die nicht oder nur sehr wenig verwandt sind an vorher untersuchten Tieren, um (hoffen wir!!!) die Mutation zu finden.
Die geplante Zeitdauer is ungefähr
5 Jahre.

Sie werden verstehen daß alle die sich im In- und Ausland schon so lange mit der Inventarisierung der Kondition in der Rasse beschäftigen darüber sehr erfreut waren!

Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in den Vereinigten Staaten hat man, und zwar an der Universität von Missouri, angefangen mit der Suche nach den genetischen Hintergründe von CECS. Auch dort beschäftigt man sich intensiv mit dem Sammeln von DNA-Proben von Hunden die möglicherweise an CECS erkrankt sind und deren nächtsten Verwandten.

Inzwischen gibt es auch Kontakte mit anderen Ländern. In Australien haben sich eine Tierärztin, ein Züchter und eine Hausärztin/Border Terrier-Besitzer zusammen getan und suchen miteinander nach möglichen genetischen Komponente, dabei unterstützt von einigen Professoren der Universität von Sydney.

Aus vielen Ländern, inner- und ausserhalb Europa, erreichen mir viele Fragen, sehr oft von Mitglieder der Vorstände verschiedener Border Terrier Vereine, und auch von Züchtern und interessierten Besitzern.

Die von mir zusammengestellte CD-Roms fanden ihren Weg über die ganze Welt und haben vielfach beigetragen zu ein besseres Verständnis für und eine Anerkennung der Kondition.

Die Anzahl der 'offenen Liste' die von mir verschickt wurde war bedeutend höher als im Vorjahr.

Auf dieser öffentlichen Inventarisierungsliste gibt es inzwischen 209 Border Terrier aus dem In- und Ausland, davon wurden uns 60 Hunden in 2003 und 2004 gemeldet. Sie können diese Liste von mir bekommen wenn Sie mir eine E-Mail schicken (foxlore@wanadoo.nl) Weiter gibt es noch mehr als 300 Border auf der 'geschlossene Inventarisierungsliste'. Für die Veröffentlichung der Daten dieser Hunde haben uns die Besitzern leider keine Zustimmung gegeben.

In November wurde die Website wieder umfangreich bearbeitet. Es wurde nicht nur die online Umfrage hinzugefügt, auch wurde der Name geändert. In Zukunft wird die Website nur noch den offiziellen wissenschaftlichen Namen der Kondition tragen, ein Name der uns von Diana Plange geliefert wurde und der jetzt überall auf der Welt benutzt wird. Auch die Forschungsarbeit in Ütrecht trägt diesen Namen: CECS - Canine Epileptoid Cramping Syndrome.

Der Name 'Spike's Disease', unter dem die Kondition vorhin bekannt wurde wird gegebenfalls benutzt werden. Auch wird der Name 'Spike's Disease' nicht von der Website verschwinden ..... alle Artikel in denen der Name erwähnt wird werden in der ursprünglichen Form erhalten werden.

Viele Züchter und Besitzern, vor allem aus dem Ausland, haben mich auch in diesem jahr wieder viele Fragen gestellt, Fragen auf denen ich, leider, oft keine Antwort hatte, da wir vieles vermuten aber noch nichts zweifellos wissen ...... v

Aber es kommt vieles in Bewegung ..... die immer wachsende Zahl von Menschen die sich mit CECS beschäftigen wird es, meiner Meinung nach, ganz sicherlich ermöglichen einen DNA-Test zu entwickeln um damit die weitere Verbreitung dieser Kondition innerhalb der Rasse Einhalt zu gebieten.