Niederlande 2006
 
 

Am 26. Januar 2007 schrieb Frau. Drs. Quirine Stassen (Universität Ütrecht) folgendes:

Eine umfassende Analyse der Ahnentafeln von mehr als 350 Border Terrier, zum größten Teil mit einem bekannten Phenotyp, hat ergeben daß die Krampfanfälle sehr warscheinlich autosomal rezessiv vererbt werden.  

Eine detaillierte Umfrage wurde geschickt an Besitzern von uns bekannten symptomatischen Border Terriern. Die Umfrage finden Sie auch in drei Sprachen auf dieser Website.

Besitzern von Border Terriern mit Krampfanfällen werden freundlich eingeladen die Umfrage auszufüllen.

Bis jetzt haben 130 Border Terrierbesitzern aus den Niederlanden und weit da draußen die Umfrage ausgefüllt. Die Resultate sollen analysiert werden um somit eine gute Definiierung der Kondition zu erlangen.

 
Über
50 Border Terrier die an Krampfanfällen leiden wurden vom eigenen Tierarzt oder an der Universitätsklinik untersucht. Körperliche Untersuchungen und die übliche Blutuntersuchungen hatten in den meisten Fällen keine Abweichungen ans Licht gebracht. Das war auch der Fall bei den Magnetresonanztomographien die bei zwei Hunden gemacht wurden.

Zwei Patienten wurden sehr ausführlich untersucht mittels u.a. Urinmetabolismus, umfangreiche biochemische und hämatologische Blutuntersuchungen (inkl. Ammoniaktoleranz und Gallensäureverwertung), Echographie der Bauchhöhle, radioaktive Diagnostik (Bestimmung der Shuntfraktion und Gallensäueszintigramm) und histologische Untersuchung einer Leberprobe. Alle Testergebnisse befanden sich innerhalb der normalen Werte.

Das metabolische Profil des Blutes und Urins hat die Anwesenheit bekannter enzymatischen Anomalien ausgeschlossen.  

Es wurden etwa 100 Blutproben von symptomatischen Border Terriern und deren gesunden Eltern und Wurfgeschwister gesammelt. In Zusammenarbeit mit dem Nederlandse Border Terrier Club (NBTC) wurden noch 117 zusätzliche Blutproben gesammelt während Klubveranstaltungen.  

Das DNA der Blutproben wurde schon isoliert. In Kürze werden wir mit dem sogenannten genome wide screening for single nucleotide polymorphisms (SNPs) anfangen, in Beziehung zur Kondition.

Sobald die relatierte SNPs identifiziert sind kann man damit anfangen die zu untersuchen Gebiete auf dem bezüglichen Chromosom enger zu machen, damit letztendlich die Kandidat-Genen auf einer begrenzten Lokation analysiert werden können in Bezug auf dem Kausalzusammenhang beim Enstehen der Kondition.


Mittlerweilen begegneten sich während einem Kongress in Brüssels die Forscher aus Ütrecht und die finnischen Forscher Dr. Hannes Lohi, und Dr. Manassian Berge. Das Projekt wurde durchgesprochen und beiderseits ist man gerne zu Zusammenarbeit bereit. (siehe Finnland).


mus