Mittlerweilen fanden Gespräche statt zwischen Prof. Rothuizen, unserem Neurologen, Dr. van Nes, unserem Genetiker Dr. Leegwater und mich. Daraus ergab sich daß wir in den kommenden Jahren die Ursachen von CECS erforschen möchten.
Das Endziel wäre die verantwortliche Mutation zu finden und anschließend einen DNA-Test zu entwickeln, womit Trägertiere ausfindig gemacht werden können. Aufgrund dieses Tests wäre es dan möglich Züchter zu beraten bei gewissen Kombinationen der Elterntieren. Das muß übrigens nicht heißen daß man mit Trägertieren nicht mehr züchten kann. In anderen Rassen mit genetischen Konditionen war es durchaus möglich innerhalb von ein paar Generationen die Kondition komplett auszurotten.
Im Anfangsstadium der Forschungsarbeit ist es sehr wichtig den Phenotyp gut zu definieren, u.a. um zu vermeiden daß Hunden mit 'normalen' Epilepsie in die Gruppe von Hunden erkrankt an CECS aufgenommen werden.
Zu diesem Zweck wird im Moment an einer Umfrage gearbeitet.
Dann ist Ahnentafelforschung notwendig um somit Familien wobei die Kondition vielfach vorkommt ausfindig zu machen. Von solchen Familien möchten wir möglichst viele Blutproben sammeln, nicht nur von erkrankten Hunden sondern auch von direkt Verwandten (Wurfgeschwister und Elterntiere). Mit Hilfe einer Technik die 'genome wide screening with polymorphic markers' genannt wird hoffen wir das Chromosom und die Stelle der Mutation auf dem Cromosom zu fnden.
Letztens bräuchten wir Blutproben von erkrankten Hunden die nicht oder nur sehr wenig verwandt sind an vorher untersuchten Tieren, um (hoffen wir!!!) die Mutation zu finden.
Die geplante Zeitdauer is ungefähr 5 Jahre.
Neben der Forschung arbeite ich auch nog als Tierartzt für Gesellschaftstieren für internistische (besonders neurologische) Patienten und unterrichte ich Studenten und Co-Assistenten.