Research in den Niederlanden


Quirine Stassen, Vet.Med., 25. März, 2004


Benennung der Kondition

Die Forschungsgruppe der Universitätsklinik für Gesellschaftstiere der Universität Ütrecht bevorzugt die Verwendung von deskriptive Namen vor Eigennamen, weil es sich herausgestellt hat daß Eigennamen leicht zu Verwirrung führen können.

Deshalb hat man vor einiger Zeit international vereinbart neue Konditionen und Krankheiten nicht (mehr) nach dem 'Entdecker' oder dem zuerst beschriebenen Patienten zu benennen, sondern einen kurzen Namen zu verwenden der die Krankheit oder die Ursache beschreibt.

Prof. J. Rothuizen - Frau Drs. Q.E.M. Stassen

Nachdem uns schon in Juni 2003 mitgeteilt worden war daß es sehr bald zu eine gezielte Forschungsarbeit kommen würde, bekamen am 25. März 2004 endlich die Nachricht auf der wie so lange gewartet hatten. Frau Quirine Stassen, Vet.Med., von der Universität Ütrecht schrieb:

Mittlerweilen fanden Gespräche statt zwischen Prof. Rothuizen, unserem Neurologen, Dr. van Nes, unserem Genetiker Dr. Leegwater und mich. Daraus ergab sich daß wir in den kommenden Jahren die Ursachen von CECS erforschen möchten.

Das Endziel wäre die verantwortliche Mutation zu finden und anschließend einen DNA-Test zu entwickeln, womit Trägertiere ausfindig gemacht werden können. Aufgrund dieses Tests wäre es dan möglich Züchter zu beraten bei gewissen Kombinationen der Elterntieren. Das muß übrigens nicht heißen daß man mit Trägertieren nicht mehr züchten kann. In anderen Rassen mit genetischen Konditionen war es durchaus möglich innerhalb von ein paar Generationen die Kondition komplett auszurotten.

Im Anfangsstadium der Forschungsarbeit ist es sehr wichtig den Phenotyp gut zu definieren, u.a. um zu vermeiden daß Hunden mit 'normalen' Epilepsie in die Gruppe von Hunden erkrankt an CECS aufgenommen werden.

Zu diesem Zweck wird im Moment an einer Umfrage gearbeitet.
Dann ist
Ahnentafelforschung notwendig um somit Familien wobei die Kondition vielfach vorkommt ausfindig zu machen. Von solchen Familien möchten wir möglichst viele Blutproben sammeln, nicht nur von erkrankten Hunden sondern auch von direkt Verwandten (Wurfgeschwister und Elterntiere). Mit Hilfe einer Technik die 'genome wide screening with polymorphic markers' genannt wird hoffen wir das Chromosom und die Stelle der Mutation auf dem Cromosom zu fnden.

Letztens bräuchten wir Blutproben von erkrankten Hunden die nicht oder nur sehr wenig verwandt sind an vorher untersuchten Tieren, um (hoffen wir!!!) die Mutation zu finden.
Die geplante Zeitdauer is ungefähr
5 Jahre.

Neben der Forschung arbeite ich auch nog als Tierartzt für Gesellschaftstieren für internistische (besonders neurologische) Patienten und unterrichte ich Studenten und Co-Assistenten.