The Border Terrier Club Year Book 2004



Update Rapport der Gesundheitsumfrage
11. Januar, 2005
Prof. Steve Dean, B.Vet.Med, DVR, MRCVS


Es gibt keine wesentliche Veränderung in den Statistiken seit dem letzten Bericht doch für diejenige die sich daran nicht erinnern können, sind sie hier nochmals:

  • Hautprobleme, Ohreninfektionen und - Entzündungen und Dickdarmentzündungen kamen häufig vor
  • Lebererkrankungen wurden in 9 Berichten gemeldet (6 hatten einen Leber Shunt)
  • Das häufigste Verhaltensproblem ist Aggression mit einem Prozentsatz von 8%
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    9,8 % der Rüden zeigte Agression
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    6,6 % der Hündinnen war aggressiv

Der weitaus größte Teil der Aggression richtet sich auf anderen Hunden, nicht auf Menschen.

Anfälle waren ein Grund zur Besorgnis bei 34 (4%) Hunden und es gab kein wirklicher Unterschied zwischen Rüden (4,6 %) und Hündinnen (4%).

Canine Epileptoid Cramping Syndrome

Die größte Besorgnis ist aber die geringe, doch zunehmende, Zahl in Großbrittanien von Berichten über Canine Epileptoid Cramping Syndrome (CECS) (früher auch Spike’s Disease), eine Kondition von der vorher schon signifikante Zahlen gemeldet wurden in den Vereinigten Staaten und kontinental Europa.

CECS wird gekennzeichnet von epileptoiden Symptomen, Gleichgewichtsstörungen und Muskelkrämpfen. Diese Symptome gehören nicht zu einer typischen Epilepsieanfall und die Hunden verlieren nicht das Bewußtsein.

Die Tiere reagieren kaum oder gar nicht auf den üblichen Behandlungsmethoden, obwohl man behauptet Valium hätte eine etwas positive Wirkung.

Diät scheint eine Rolle zu spielen, wobei hohe Eiweißanteile im Futter (vor allem vom Rinderherkunft) verantwortlich gehalten werden. Reduzierung des Eiweißes scheint ein positives Effekt zu haben.

Die Anfälle fangen meistens an wenn die Tiere etwa 3 Jahre alt sind, aber die Hunde können auch jünger oder älter sein beim ersten Auftritt der Symptome. Anfänglich postuliert als ein mögliches Leberproblem, hat man es jetzt allgemein akzeptiert als eine neurologische oder neuro-muskuläre Krankheit.

Veterinäre Fachärzte erforschen die Kondition in Zentren in Europa und den Vereinigten Staaten.

Angenommen wird es handelt sich um eine vererbliche Kondition aber das läßt sich noch beweisen, obwohl es berechtigt ist dies als die Wahrheit zu betrachten.

In Großbrittannien erreichen uns die Berichte von verdächtigen Fällen nur langsam aber es gibt schon ausreichend viele um Besorgnis zu rechtfertigen. Es wird eine vorläufige doch detaillierte Umfrage aufgestellt anläßlich den Berichten die uns erreicht haben. Die Diagnose beruht sich auf Symptome, da diese aber sehr variabel sind ist diese Methode nicht total verlässlich.

Eine Umfrage unter Dog World Leser hat eine Anzahl von Hunden ans Licht gebracht von denen behauptet wird sie haben ähnliche Symptome und sie gehören vielen verschiedenen Rassen an.

Dies zeigt entweder daß dieses Problem sich nicht auf dem Border Terrier beschränkt oder daß das Stellen einer Diagnose mittels Symptome allein nicht zuverlässig ist.

Die Schlussfolgerung muß sein daß wir ein Problem in der Rasse haben, ein Problem worüber man gut nachdenken soll und das man gründlich erforschen soll.

Inzwischen wäre es vernünftig nicht zu züchten mit Hunden die verdächtig sind und wo die Kondition sehr häufig in einer Zuchtlinie vorkommt wäre es notwendig die Möglichkeiten gründlich zu analysieren und man sollte sich bemühen von solchen Linien weg zu züchten.